Spider
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Star-Tenor Luciano Pavarotti gestorben |
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Der krebskranke italienische Star-Tenor Luciano Pavarotti ist im Alter von 71 Jahren gestorben, wie seine Managerin Terri Robson heute mitgeteilt hat. Am Mittwochabend hatten italienische Medien berichtet, Pavarottis Gesundheitszustand habe sich stark verschlechtert. Demnach hielt er sich in seinem Haus im Beisein von Krebsspezialisten auf. In den Berichten war von einem Nierenversagen die Rede.
Pavarotti war im Juli 2006 wegen Bauchspeicheldrüsenkrebs operiert worden und war seitdem nicht mehr öffentlich aufgetreten. Er hatte sich fünf Chemotherapien unterzogen. Am 8. August war der Sänger mit Fieber in die Universitätsklinik seiner Heimatstadt Modena eingewiesen worden. Ende des Monats wurde er entlassen und sollte sich zu Hause erholen.
Pavarotti war 1961 bekannt geworden, als er bei einem internationalen Gesangswettbewerb die Darstellung des Rodolfo aus Puccinis "La Bohème" gewann. In den folgenden Jahren eroberte er die großen Bühnen der Welt, darunter die Oper von Covent Garden in London und die Metropolitan Opera in New York.
Seit den 90er Jahren waren Pavarotti und die Opern-Stars Placido Domingo und José Carreras gemeinsam als "Die drei Tenöre" erfolgreich. Der Italiener galt als einer der besten Tenöre seiner Generation.
Domingo: "Er hatte eine himmlische Stimme"
Tenor Placido Domingo, der mit Jose Carreras und Luciano Pavarotti an den Konzerten der "Drei Tenöre" teilgenommen hat, trauert um den verstorbenen "Big Luciano". "Ich habe stets seine himmlische Stimme geliebt. Ich liebte auch seinen phantastischen Sinn für Humor. Bei den Konzerten der drei Tenöre vergaßen wir oft, dass wir vor einem zahlenden Publikum sangen, weil wir zusammen so viel Spaß hatten", kommentierte Domingo in einer Presseaussendung.
Der Bürgermeister von Pavarottis Heimatstadt Modena, Giorgio Pighi, kündigte an, dass das städtische Theater künftig Pavarotti gewidmet sein wird. "Wir haben einen großartigen Künstler und einen gutmütigen Menschen verloren. Wir sind stolz, einen derartige Mitbürger gehabt zu haben", betonte der Bürgermeister.
Trauerbeflaggung der Staatsoper
An der Wiener Staatsoper hat man in der Früh in Gedenken an Pavarotti die schwarze Fahne herausgehängt - als außerordentliches Zeichen der Trauer, da dies sonst nur nach dem Tod von Ehrenmitgliedern des Hauses üblich ist. Staatsoperndirektor Ioan Holender beklagte in einem ersten Statement den "Verlust der schönsten Tenorstimme meiner Zeit und darüber hinaus eines Menschen, der durch seine Kunst in außergewöhnlicher Weise gewirkt und dem Publikum unendlich viel gegeben hat".
"Ich hatte eine sehr nahe persönliche Beziehung zu ihm", so Holender, der noch im vergangenen Juni Pavarotti in Modena besuchen wollte. Dazu kam es allerdings nicht mehr. Dem Sänger ging es bereits zu schlecht. Zu Pavarottis in der Fachwelt umstrittenen Rolle als einer der "Drei Tenöre" sagte Holender heute: "Die Drei Tenöre haben sehr viel Gutes gebracht - nicht nur für die drei Sänger selbst. Aber wie alles im Leben hat das nicht nur gute Folgen gehabt."
Für Gusenbauer "der Gesangskünstler"
Für Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) war Pavarotti "der Gesangskünstler des 20. Jahrhunderts". Mit seiner Stimme habe er das Tor zur Musik für Millionen von Menschen geöffnet, die dem Opernbetrieb ansonsten fern geblieben wären, so Gusenbauer in einer Aussendung. "Er verkörperte die Welt der Kunst, repräsentierte jedoch nie eine künstliche Welt. Wo immer er auftrat konnte er sich sicher sein, dass er die Menschen bewegte."
Ebenfalls tief betroffen zeigte sich in einer Aussendung Kulturministerin Claudia Schmied (SPÖ). Pavarotti sei "einer der markantesten Sänger des 20. Jahrhunderts" gewesen. "Wie kaum ein anderer vermochte er es, seine Zuhörerinnen und Zuhörer in eine Welt der reinen Musik zu entführen. In welchen Rollen er immer wirkte oder was er sang, er konnte sicher sein, dass ihm sein Publikum dorthin folgte." BZÖ-Kultusprecher Veit Schalle verglich Pavarotti mit einer anderen Opern-Legende: "Das, was Maria Callas unter den Sopranistinnen war, das war Luciano Pavarotti unter den Tenören." Seine Stimme werde unvergesslich bleiben.
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