Warning: Undefined array key "qreplyview" in /var/www/vhosts/h205727.web39.alfahosting-server.de/html/forum/quickreply.php on line 37 Zöbinger | Shortnews | Panda-Baby im Tiergarten Schönbrunn geboren
Hurra, wir haben einen Knut! Genauer gesagt ist das Panda-Baby sogar viel cooler als Knut: Es ist winzig, blind, nackt und ist am Donnerstagvormittag zur Welt gekommen - das Kind der beiden Pandabären im Wiener Tiergarten Schönbrunn, die nun endlich Nachwuchs bekommen haben. Damit ist dem Wiener Zoo ein europaweit einzigartiger Nachzucht-Erfolg gelungen!
Donnerstag früh hörten Pfleger aus der Wurfbox des Weibchens Yang Yang (7) zart fiepsende Laute - ein Bild der Überwachungskamera brachte schnell Gewissheit: Die Mutter hat ein gesundes Junges!
"Die Bärin kümmert sich liebevoll um ein winziges Baby, das sie an ihrer Brust verborgen hält", hieß es aus dem Wiener Zoo. Auf den Bildern aus der Wurfbox erkennt man, dass sie ihr Baby vorsichtig im Maul herumträgt.
Die kommenden zwei bis drei Monate wird Yang Yang mit ihrem Nachwuchs in der Wurfbox verbringen. Erst in etwa vier Monaten soll der Winzling zur wahren Besucherattraktion werden, wenn er selbstständig wird und anfängt, herumzukrabbeln.
Im AKH Wien steht ein Inkubator bereit
Bis dahin steht dem Baby - ob es sich um ein Männchen oder Weibchen handelt ist noch unklar - eine schwierige Zeit bevor: "Die Jungensterblichkeit ist sehr hoch. Sie beträgt 40 Prozent im ersten Jahr", erklärte Zoo-Direktorin Dagmar Schratter bei einer Pressekonferenz im Tiergarten vor Journalisten. Yang Yang habe das Kleine aber angenommen - somit sei die erste Hürde bereits überwunden. Sollte es Probleme mit dem Nachwuchs geben, stehen bereits ein Inkubator des AKH Wien und ein künstlicher Milchaustauscher zur Verfügung.
Derzeit ist das Baby etwa zehn Zentimeter groß und 100 Gramm schwer. Der weiße Flaum auf der rosa Haut soll in etwa zwei bis drei Wochen der charakteristischen, schwarz-weißen Zeichnung weichen, erklärte Schratter. In etwa 40 Tagen wird das Jungtier die Augen öffnen. Der Tiergarten will der jungen Mutter Yang Yang und ihrem ersten Kind nun einmal Ruhe gönnen.
Dicke Fettschicht verdeckte Schwangerschaft
Bis zuletzt hatte man daran gezweifelt, dass Yang Yang tatsächlich trächtig ist. "Den letzten Ultraschall haben wir am 6. August gemacht und nichts gesehen. Wir wussten es bis heute Morgen nicht", erzählte die Direktorin. Möglicherweise haben die Massen von Grünzeug, die die Tiere zu sich nehmen (täglich 30 Kilogramm), das Jungtier im Bauch verdeckt. Wegen der kurzen Entwicklungszeit (vier bis sechs Wochen) sei Nachwuchs zudem schwierig zu entdecken, erklärte sie.
Jungtier bleibt zwei Jahre in Wien
Über die Zukunft des kleinen Pandas nach zwei Jahren in Schönbrunn wird China entscheiden. Der chinesische Botschafter in Wien, Yonghua Lu, zählte am Donnerstag zu den ersten Gratulanten im Tiergarten. China entscheidet letztlich auch über den offiziellen Namen des Bärchens, schließlich gehört er ebenso wie seine Eltern und alle anderen chinesischen Pandas der Volksrepublik.
Fünf Monate Tragzeit
Die vom Aussterben bedrohten Pandas gelten als "Sex-Muffel" und sind nur ein oder zwei, höchstens drei Tage pro Jahr paarungsbereit. Bei den Wiener Pandas Yang Yang und Long Hui - beide sind Leihgaben der Volksrepublik China - war es im Mai 2006 so weit. Doch erst jetzt wurde klar, dass "es" geklappt hatte. Die Tragzeit der Tiere beträgt knapp fünf Monate.
Schönbrunner IQ-Test für Pandas
Zu den wissenschaftlichen Projekten in Schönbrunn gehört unter anderem ein IQ-Test, der die Intelligenz der Großen Pandas überprüfen soll. Denn reine Pflanzenfresser gelten als nicht besonders hell. Dabei können es diese Großbären - und zu diesen gehören sie - teilweise mit Schimpansen aufnehmen. Wie diese sollen sie sich aus Schachteln eine Art Leiter bauen können, um an Leckerbissen heranzukommen.
Dicker Milchbauch und zufriedener Gesichtsausdruck - diese beiden Merkmale stechen wohl als erstes ins Auge, wenn man das neueste Bild des Panda-Babys im Tiergarten Schönbrunn betrachtet. Der Winzling misst mittlerweile knapp 30 Zentimeter, sein Schwanz bringt es auf weitere vier bis fünf Zentimeter. Und: Aufgrund dieses Fotos glauben die Pflegerinnen und Zoologen im Zoo, dass es sich beim Wiener Pandakind um einen Buben handelt.
Die ersten Bilder gleich nach der Geburt Video vom kleinen PandabärenBis eine genaue Untersuchung möglich ist, wird das jedoch nur eine Vermutung bleiben.
Schnappschuss durch die Seitenklappe
Der Schnappschuss, der von Panda-Pflegerin Eveline Dungl aufgenommen wurde, war ein Glückstreffer: Das Tierbaby verbringt den ganzen Tag in einer Holzbox und wird von seiner Mutter überwacht. Die Aufnahme erfolgte durch eine Seitenklappe, als Yang Yang, so der Name des Muttertiers, zum Bambusfressen nach draußen gegangen war und das Baby für eine Weile alleine gelassen hatte.