Spider
Foren Chef

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Italiens Asbest-Schutt wird bei uns gelagert |
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Aufregung um einen Sondermüll-Berg aus Italien: Unsere Nachbarn wollen Österreich mit unfassbaren 520.000 Tonnen Asbest-Müll überschütten. Bei besorgten Bürgern läuten die Alarmglocken. Auch Umweltminister Josef Pröll hat das Thema bereits zur Chefsache erklärt - er will die Asbest-Lawine stoppen.
„Wir lassen uns sicher nicht mit Asbest zuschütten“, sagte der Minister kämpferisch, als ihn die „Krone“ mit dem Monsterplan italienischer Firmen konfrontierte. Pröll gab sofort Anweisung, dass alle rechtlichen Mittel ausgeschöpft werden, damit die Lawine an asbesthältigem Bauschutt nicht über unsere Grenzen rollt.
50-fache Menge dessen, was jährlich bei uns anfällt
Konkret geht es darum, dass es sich bei der geplanten Lieferung um die 50-fache Menge an Asbest-Schutt handelt, die jährlich bei uns anfällt. Österreich hat zwar schon 30.000 Tonnen asbesthaltigen Baustoff aus Italien entsorgt, doch die nun offiziell beantragte Liefermenge von 520.000 Tonnen - tausende Lkw- und Zug-Ladungen - übersteigt die nachbarschaftliche EU-Hilfe bei weitem!
Schutt wird in Tonnen und Säcken abgeladen
Bisher wurde der gefährliche Bauschutt in den niederösterreichischen Deponien Tattendorf und Markgrafneusiedl endgelagert. Als einer der Ersten lehnt Tattendorfs Bürgermeister Dieter Reinfrank das neue Mega-Projekt ab. „Wir sind ein kleiner Weinort, und bei uns sieht man nicht ein, dass die Gemeinde durch den Verkehr der Asbest-Laster zugrunde gerichtet wird“, so der Ortsvorsteher. Beim Abladen des Bauschutts gehen die Arbeiter nicht gerade zimperlich vor. „Krone“-Leser Gernot Haas hat as Abladen der Schutt-Transporte gefilmt (siehe Foto) und dabei bemerkt, dass der giftige Müll in Plastiksäcken und Tonnen angekarrt und einfach in hohem Bogen vom Lkw geworfen wird. Die Deponiebetreiber beteuerten zwar bei in der Vergangenheit abgehaltenen Bürgerversammlungen bereits des Öfteren, dass es sich bei dem Schutt um nicht-wasserlöslichen Asbestzement handele, ganz wohl ist den Anrainern aber trotzdem nicht, wenn das potenziell krebserregende Material auf solche Weise in die Umwelt gelangt.
„Giftiger Müll muss dort entsorgt werden, wo er entsteht!“
Schützenhilfe erhalten die besorgten Kommunalpolitiker und Anrainer von den großen Umweltschutzorganisationen Greenpeace und GLOBAL 2000. „Giftiger Müll muss dort entsorgt werden, wo er entsteht, und darf nicht über Tausende Kilometer durch Europa transportiert werden“, so Experte Herwig Schuster. Schließlich soll der Asbestmüll sogar aus dem südlichen Sizilien zu uns kommen.
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