Coyote_Lady

Teddybärenstreichler
   

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Fünfjährige offenbar verhungert - Eltern festgenommen |
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In Schwerin ist ein fünf Jahre altes Mädchen offenbar an Unterernährung gestorben. Wie ein Sprecher der Schweriner Staatsanwaltschaft sagte, wurden der 26-jährige Vater und die 23-jährige Mutter festgenommen. Gegen sie wird wegen des Verdachts ermittelt, ihre Tochter durch Unterlassen getötet zu haben. Sie sollen am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Der Vater hatte am Dienstagabend einen Notarzt alarmiert, der das offenbar ausgehungerte und stark unter Flüssigkeitsverlust leidende Mädchen in ein Krankenhaus einwies. Dort starb es kurz nach der Einlieferung.
"Ich war sehr erschrocken, dass es so etwas geben kann", sagte ein Klinik-Sprecher über den Zustand des Kindes. Die genaue Todesursache soll durch eine Obduktion am Donnerstag geklärt werden. Hinweise auf rote Flecken am Hals des Mädchens wollte die Staatsanwaltschaft zunächst nicht kommentieren. Das fünfjährige Mädchen lebte mit ihren Eltern und ihrem acht Wochen alten Bruder in Plattenbau-Stadtteil Lankow.
Der Schwerin Sozialdezernent Hermann Junghans (CDU) räumte vor Journalisten ein, dass das Jugendamt anonyme Hinweise auf Probleme in der Familie gehabt habe. Diesen sei auch nachgegangen worden. Zwei Mitarbeiter des Jugendamtes hätten die Familie vor geraumer Zeit aufgesucht. Nach Prüfung der Akten sei nicht ersichtlich, dass die Mitarbeiter gegen die verwaltungsinternen Vorschriften, wie mit Hinweisen auf eine Gefährdung des Kindeswohls umzugehen sei, verstoßen hätten. Zu weiteren Details wollte sich Junghans mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht äußern
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Das Mädchen war am Dienstagabend nach Angaben des Innenministeriums mit "erheblicher Unterernährung, starkem Flüssigkeitsverlust und Rötungen im vorderen Halsbereich" ins Krankenhaus gebracht worden, wo es kurz danach starb. Die Eltern wurden am Mittwoch festgenommen. Sie sollen nach Angaben der Staatsanwaltschaft heute dem Haftrichter vorgeführt werden. Gegen den 26-jährigen Vater und die 23-jährige Mutter wird wegen Tötung durch Unterlassen ermittelt.
Das zweite Kind der Familie, ein knapp zwei Monate alter Junge, wurde in einer Pflegefamilie untergebracht. Schwerins Sozialdezernent Hermann Junghans räumte ein, dass dem Jugendamt Hinweise auf eine mögliche Vernachlässigung des Kindes vorlagen. Er wies aber Vorwürfe zurück, die Mitarbeiter hätten nach dem Besuch der Familie unzureichend reagiert: "Es gibt keinen Anlass, der dafür spricht, dass die Mitarbeiter in diesem Fall anders gehandelt haben als in diesen Verfahren vorgegeben."
Mecklenburg-Vorpommerns Sozialminister Erwin Sellering (SPD) zeigte sich schockiert vom Tod des kleinen Mädchens. Er forderte eine schnelle Aufklärung der genauen Umstände des Falls und generell einen Mentalitätswechsel. Er werde in Kürze im Kabinett ein Gesetz zur Förderung des Kindeswohls vorlegen. "Damit wollen wir erreichen, dass zukünftig alle Kinder an den wichtigen regelmäßigen ärztlichen Früherkennungsuntersuchungen teilnehmen", erläuterte er.
__________________ Mir wurde klar, was an ihr so anders war - Ihr Lächeln und ihr Haar.
Sie war ne Lady, eine Lady eine Lady ...
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