Cheffe

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In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist der Verkauf des Formel-1-Teams Midland an Spyker über die Bühne gebracht worden.
Die 100-Prozent-Übernahme kostet den niederländischen Sportwagenhersteller 106,6 Millionen US-Dollar (83,9 Mio. Euro).
Einer der Topkandidaten auf ein Cockpit ist der Österreicher Christian Klien. Das hat Colin Kolles, der Teamchef bleibt, am Sonntagvormittag in Monza bestätigt.
Beide Cockpits frei
"Klien war schon vor der Übernahme einer der Kandidaten. Ich kenne ihn schon lange, er ist ein sehr guter Fahrer", erklärte Kolles, der betonte, dass noch beide Cockpits zu besetzen seien.
Dabei sei das Erbringen einer finanziellen Mitgift keine Grundvoraussetzung. "Wenn der Fahrer Sponsoren mit ins Team bringt, freut uns das. Aber das ist keine Voraussetzung. Die Entscheidung fällt auf einem anderen Level."
Schnelle Bekanntgabe geplant
Kolles nannte neben Klien auch den Portugiesen Tiago Monteiro als möglichen Kandidaten, der Niederländer Christijan Albers scheint im neuen "Oranje"-Team gesetzt zu sein.
Mit der Fahrerpräsentation für 2007 will sich die Spyker-Crew nicht mehr viel Zeit lassen. "Der Plan ist, dass wir nicht mehr allzu lange warten werden", so Kolles.
Nur kurze Ära von Shnaider
Das Formel-1-Engagement des in Russland geborenen kanadischen Milliardärs Alex Shnaider war damit von nicht allzu langer Dauer.
"Der Verkauf war eine der schwierigsten Entscheidungen meines Lebens, denn ich habe viel Leidenschaft und Energie in diese Sache gesteckt", meinte Shnaider, der Anfang 2005 das finanziell strauchelnde Jordan-Team gekauft und in Midland umgetauft hat.
Shnaider betonte, dass der Verkauf für Midland, Spyker und das Team das Beste sei; auch das im Vergleich zu Russland weitaus größere Formel-1-Interesse in den Niederlanden sei ein Grund gewesen. Formel-1-Boss Bernie Ecclestone freute sich: "Der Einstieg eines weiteren Autoherstellers ist eine großartige Nachricht für unseren Sport."
Gascoyne als Technischer Direktor
Als Technischer Direktor des in Silverstone beheimateten Teams wird der im April von Toyota suspendierte Mike Gascoyne fungieren, die Motorenentscheidung soll ebenso wie jene über die Piloten sehr rasch fallen. Als Management-Direktor von Spyker und Spyker MF1 wird der Niederländer Michiel Mol arbeiten.
Allein sein Engagement spricht für einen Fixplatz von Albers. Mol ist der Gründer der niederländischen Internet-Firma Lost Boys, die als Teamsponsor und Unterstützer von Albers tätig ist.
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