Spider
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Steirischer Arzt machte in Praxis Porno-Fotos |
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Skandal um einen praktischen Arzt aus Knittelfeld: Der Obersteirer soll in seiner Praxis pornografische Fotos von zahlreichen Patientinnen, darunter auch Minderjährigen, angefertigt und zwei Mädchen und ein Kind auch sexuell belästigt haben. Angeblich soll der Arzt auch bei dem Trio als "Entgelt" für Intimpiercings Fotos angefertigt haben. Der 52-Jährige wurde laut Sicherheitsdirektion Steiermark am Dienstag verhaftet und in die Justizanstalt Leoben überstellt. Er sitzt in Untersuchungs-Haft.
Kriminalisten der Außenstelle Niklasdorf des Landeskriminalamtes haben nach einem Hinweis den 52-jährigen Arzt im Bezirk Knittelfeld in seiner Praxis festgenommen. Obwohl der Arzt vor der Festnahme und der Hausdurchsuchung das belastende Bildmaterial vom Datenträger seines Computers löschen wollte, konnte es sichergestellt werden. Im Zuge der Hausdurchsuchung konnten 500 weitere pornografische Aufnahmen von Patientinnen beschlagnahmt werden.
Arzt festgenommen
Der Mediziner, der teilgeständig ist, wurde in die Justizanstalt Leoben eingeliefert, wo er in U-Haft sitzt. Er wurde wegen Verdacht der pornografischen Darstellung mit Minderjährigen und Unmündigen und Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses angezeigt. Er selbst will die Aufnahmen zu Dokumentationszwecken gemacht haben.
Auch Minderjährige betroffen
Der Mediziner soll in den vergangen drei Monaten bei einem Kind und zwei jugendlichen Mädchen zuerst Intimpiercings gemacht haben. Als die 13 und 15 Jahre alten Mädchen die Tätigkeit des Arztes bezahlen wollten, machte er ihnen das Angebot, gegen Nacktaufnahmen auf die Bezahlung zu verzichten. Tatsächlich kam es in der Folge zu den Aufnahmen aber auch zu unzüchtigen Handlungen, so die Kriminalisten.
Verdächtiger schon zehn Jahre lang "aktiv"?
Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Leoben, Thomas Mühlbacher, meinte, dass die Praktiken des Knittelfelder Arztes schon bis zu zehn Jahren gedauert haben könnten. Tatsächlich war es auch schon zwei Mal zu einschlägigen Anzeigen gekommen. Aber erst jetzt gab es konkrete Anhaltspunkte.
Eindeutige Sex-Posen
Man rechne damit, dass sich nun viele der abgebildeten Personen bei der Polizei melden werden und geklärt werden könne, ob die pornografischen Darstellungen unter Druck und ob sie auch mit Minderjährigen erfolgt seien. Zu sehen seien auf den Aufnahmen jedenfalls "ziemlich eindeutige sexuelle Posen". Ob sich der Arzt strafbar gemacht hat, steht erst nach Einvernahme der Frauen fest. Sofern diese (der Arzt nennt keine Namen) überhaupt identifiziert werden können.
Wiederaufnahme eingestellter Verfahren?
Dem 52-Jährigen drohen auch Konsequenzen durch die Ärztekammer - und möglicherweise die Wiederaufnahme zweier eingestellter Verfahren, wie die "Krone" berichtete. In einem Fall (im Vorjahr) mangelte es an Beweisen, dass er in einem Swingerclub eine Frau verletzt, im anderen, dass er sich in seiner Praxis an einer (entmündigten) Patientin vergangen hätte.
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