Nordkorea hat am Montag zum ersten Mal in seiner Geschichte eine Atomwaffe getestet. Der unterirdische Test sei erfolgreich verlaufen, meldete die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA. Es sei keine Radioaktivität ausgetreten. Laut Südkoreas Verteidigungsministerium erfolgte der Atomtest in der nordöstlichen Provinz Hamgyong. Südkorea versetzte seine Armee in Alarmbereitschaft. "Der Atomtest wurde mit 100 Prozent unserer Weisheit und Technologie ausgeführt", hieß es in der Erklärung der amtlichen nordkoreanischen Agentur KCNA. "Der Atomtest ist ein historisches Ereignis, das unsere Armee und unser Volk beglückt. Der Atomtest wird dazu beitragen, den Frieden und die Stabilität auf der koreanischen Halbinsel und der sie umgebenden Region zu erhalten."
Südkorea in Alarmbereitschaft
Der südkoreanische Geheimdienst registrierte zum Zeitpunkt des Tests einen Erdstoß der Stärke 3,58. Laut einem Sprecher des Verteidigungsministeriums war auch ein Explosionsgeräusch zu vernehmen. "Die Nachricht wurde sofort Präsident Roh Moo Hyun übermittelt", sagte ein Sprecher des Staatschefs. Dieser berief eine Krisensitzung ein, außerdem versetzte Seoul seine Armee in Alarmbereitschaft.
Russland bestätigt Atomtest
Russland bestätigte den Atombombentest. Russische Überwachungssysteme haben "den Test einer Atomwaffe in Nordkorea entdeckt", zitierte die Nachrichtenagentur Itar-Tass das Verteidigungsministerium. "Es ist hundert Prozent sicher, dass es eine unterirdische Atomexplosion war."
Japan und China verurteilen Atomtest
Shinzo Abe kündigte nach dem nordkoreanischen Atomwaffentest eine Aufrüstung seines Landes an. Japan werde in Zusammenarbeit mit den USA seine Raketenabwehrsystem ausbauen, sagte Abe am Montag. Die japanische Regierung richtete gleichzeitig eine scharfe Warnung an Nordkorea. Der Atomtest wäre eine "ernste Bedrohung" für Japan.
Auch China verurteilte den nordkoreanischen Atomtest scharf und hofft auf eine Rückkehr an den Verhandlungstisch. China gilt traditionell als Verbündeter Nordkoreas. Nach US-Angaben ist Peking 20 Minuten vor dem Atomtest aus Pjöngjang gewarnt worden und habe diese Warnung sofort an Südkorea, Japan und die USA weitergegeben.
USA fordern "unverzügliches Handeln" des Sicherheitsrates
Die USA bezeichneten den angeblichen Atomtest als "Provokation". Sollte sich der Test als wahr herausstellen, müsse dies ein "unverzügliches Handeln" des UNO-Sicherheitsrates zur Folge haben, verlautete aus dem Weißen Haus. Die US-Geologiebehörde registrierte etwa 380 Kilometer nordöstlich von Pjöngjang ein Beben mit einer Stärke von 4,2. Auch Australiens Premier Howard erklärte, seismische Messungen hätten den unterirdischen Atomtest bestätigt.
Zahlreiche Länder verurteilen Atomwaffentest
Nach dem von Pjöngjang vermeldeten nordkoreanischen Atomwaffentest am Montag haben zahlreiche Länder auf der ganzen Welt die nuklearen Ambitionen des Landes verurteilt. Der britische Premierminister Tony Blair nannte den Atomwaffentest Nordkoreas einen "völlig unverantwortlichen Akt". Er zeige, wie sehr die Regierung in Pjöngjang die Weltöffentlichkeit missachte, erklärte Blair am Montag.
Die deutsche Regierung verurteilte ebenfalls den Atomversuch Nordkoreas. Damit setze das Land seinen "Irrweg in die Selbstisolation" weiter fort, sagte Außenminister Frank Walter Steinmeier am Montag in Berlin. Der australische Premierminister John Howard sagte zum Waffentest: "Der Test hat die Region destabilisiert und Nordkoreas eigene Sicherheit untergraben." Howard forderte eine "deutliche internationale Reaktion".
Der neuseeländische Außenminister Winston Peters bezeichnete das Verhalten Pjöngjangs hingegen als "unverzeihlich und unvereinbar mit dem Verhalten, das man von einem Land erwartet, dass sich um Sicherheitsgarantien der Weltgemeinschaft bemüht". Schwedens Außenminister Carl Bildt nannte den Test eine "bewusste und ernste Provokation der gesamten internationalen Gemeinschaft".
Der norwegische Außenminister Jonas Gahr forderte den UNO-Sicherheitsrat zum Handeln gegen Nordkorea auf. In Kopenhagen sagte der dänische Außenminister Per Stig Möller, er befürchte ein neues atomares Wettrüsten zwischen den asiatischen Staaten.
Schutz vor möglicher US-Invasion
Die kommunistische Führung in Pjöngjang hatte den Test am Dienstag angedroht, um sich gegen angebliche US-Invasionspläne zu wehren. In der am 3. Oktober veröffentlichten Erklärung hieß es, die Atomwaffe diene der Abschreckung und werde nur als Reaktion auf einen Angriff eingesetzt. Die Ankündigung sorgte weltweit für Proteste. Am Freitag hatte auch der UNO-Sicherheitsrat Nordkorea aufgefordert, auf den Test zu verzichten und die Verhandlungen über sein Atomprogramm wieder aufzunehmen.
tja, das is natürlich blöd für sie!! in der erde leben auch jede menge tiere, und was is mit den tieren, die das versäuchte grad fressen oder den leuten, die gemüse anbaun und dann essen... auch nicht recht viel besser als im meer!!