Spider
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Ab 2007 gibt es nur noch Bridgestone.
Der französische Reifenhersteller Michelin wird sich nach der Saison 2006 aus der Formel 1 zurückziehen. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.
Michelin begründet die Entscheidung damit, dass die Entwicklung in der Formel 1 nicht mehr der Firmenphilosophie entspreche.
Hintergrund ist der von der FIA angestrebte Einheitsreifen, mit dem die ausufernden Kosten der Teams wieder in den Griff bekommen werden sollen.
Bridgestone ist bereit
Der Internationale Automobilverband (FIA) wollte ab 2008 zu Slicks, also Reifen ohne Rillen, zurückkehren, die dann nur noch von einem Hersteller geliefert werden sollen.
Michelin hatte diesen Vorschlag stets abgelehnt, allerdings kommt der Zeitpunkt der Entscheidung überraschend. Damit ist der Weg frei für den japanischen Hersteller Bridgestone, der schon zuvor als Favorit für die Herstellung des Einheitsreifens gehandelt worden war.
"Teams werden sich sicherlich freuen"
Die FIA hat noch am Mittwoch auf den geplanten Ausstieg Michelins reagiert.
"Die engagierten Teams haben bei der FIA wiederholt und einstimmig die Einführung eines einheitlichen Reifenlieferanten angeregt. Das wurde für 2008 bereits angenommen, mit dem Beschluss von Michelin wird es aber schon 2007 möglich. Die Teams werden sich darüber sicherlich freuen", lautete ein nicht ganz ironiefreies FIA-Statement.
Wer fährt mit welchen Reifen?
Das mit Bridgestone-Reifen ausgerüstete Ferrari-Team hatte in der abgelaufenen Saison unter oftmals nicht konkurrenzfähigen Gummimischungen zu leiden.
Dennoch haben Toyota und Williams den Wechsel auf Bridgestone-Reifen für kommende Saison bereits angekündigt. Ob nun auch andere Rennställe umsteigen werden, ist nach der Michelin-Entscheidung nicht auszuschließen.
Allerdings versicherten die Franzosen ihren Teams - Weltmeister Renault, Red Bull, Scuderia Toro Rosso (bisher Minardi), McLaren-Mercedes, BMW und BAR-Honda -, weiterhin die bestmögliche Reifenqualität zu liefern.
Dunkle Stunde in Indianapolis
Michelin hatte 1977 erstmals die Formel 1 mit Reifen ausgerüstet und war 2001 in die Königsklasse zurückgekehrt. Gegenüber dem japanischen Konkurrenten Bridgestone hatten die Franzosen einen immer größeren technischen Vorsprung erzielt.
Allerdings litt beim Skandalrennen von Indianapolis, als die Michelin-bereiften Teams aus Sicherheitsgründen nicht starteten, sowohl das Image der Formel 1 als auch von Michelin. Dessen Motorsportchef Pierre Dupasquier nahm zum Jahresende nach 32 Jahren seinen Hut.
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