Warning: Undefined array key "qreplyview" in /var/www/vhosts/h205727.web39.alfahosting-server.de/html/forum/quickreply.php on line 37 Zöbinger | Shortnews | Feuer auf dem Gelände der Glanzstoff-Gruppe
An einer größeren Katastrophe ist am Donnerstagabend St. Pölten vorbeigeschlittert: Auf dem Gelände der international tätigen Glanzstoff-Gruppe war gegen Abend ein Brand ausgebrochen. Eine Abluftanlage auf dem Industriegelände stand lichterloh in Flammen. Ein Übergreifen der Flammen auf Chemikalien-Lager konnte durch einen schnellen Einsatz der Feuerwehren allerdings verhindert werden.
Direkt neben der Brandstelle waren 400.000 Liter Schwefelsäure und andere brennbare Chemikalien gelagert. Nur durch den Einsatz von 360 Feuerwehrleuten und mit Hilfe von Löschschaum konnte ein Übergreifen der Flammen verhindert werden. Gegen 23.30 Uhr war das Feuer unter Kontrolle, die Löscharbeiten dauerten allerdings über zehn Stunden.
Glanzstoff-Austria ist auf die Produktion von Viskosegarnen spezialisiert. Jährlich werden etwa 10.500 Tonnen technische und 1.000 Tonnen textile Garne produziert. Am Standort St. Pölten sind 350 Mitarbeiter beschäftigt. Die technischen Viskosegarne finden vor allem im Verstärkungsgewebe von Reifen ihre Verwendung.
Glanzstoff-Brand: Ursache noch immer unklar
Nach dem Großbrand bei der Firma Glanzstoff in St. Pölten, der in der Vorwoche die Abluftanlage schwer beschädigt hatte, ist die Ursache nach wie vor unklar.
Die Produktion von Viskosegarnen musste nach dem Feuer stillgelegt werden - aus Sicht des Unternehmens ist für den Fortbestand eine rasche Weiterführung des 350 Mitarbeiter zählenden Betriebes notwendig.
Das Feuer hatte oberhalb der Filteranlage in einem Turm seinen Ursprung, sagte Chefinspektor Rudolf Scheidl, Leiter der Brandgruppe des Landeskriminalamtes Niederösterreich (LK NÖ) am Dienstag. Für Brandstiftung gebe es "keine Anzeichen", so der Kriminalist. Als Auslöser der Flammen zog der Ermittler zwei Möglichkeiten in Erwägung: Entweder lag eine chemische Reaktion oder ein technischer Defekt vor. Diesbezüglich würden noch Gutachten von einem Sachverständigen eingeholt.
Nach Angaben von Rathaus-Sprecher Peter Bylica waren am Dienstag weiter Beamte der Stadt und des Landes mit der Schadenserhebung befasst. Es müsse exakt festgestellt werden, welche Teile der Anlage wie beeinträchtigt sind. Der Schlot, der nach dem Brand kurzfristig als einsturzgefährdet galt, sei nicht benutzbar. Die Stadt sei Gewerbebehörde erster Instanz und müsse die Vorschreibung des Umweltministeriums exekutieren. U.a. müsse geprüft werden, ob eine Ersatzlösung für die Abluft realisierbar sei - dabei gehe es nicht um etwaigen schlechten Geruch (wie in der Vergangenheit), sondern um Schadstoffe, stellte Bylica klar.
__________________ Mir wurde klar, was an ihr so anders war - Ihr Lächeln und ihr Haar.
Sie war ne Lady, eine Lady eine Lady ...