Spider
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Iraks Al-Kaida-Führer Zarqawi getötet |
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Der irakische Top-Terrorist Abu Musab al-Zarqawi ist am Donnerstag bei einem US-Luftangriff in Bakuba getötet worden. "Zarqawi wurde heute eliminiert", gab Premier Maliki am Vormittag bekannt. Der Jordanier stand ganz oben auf der Fahndungsliste der USA, die ein Kopfgeld von 25 Mio. Dollar auf ihn ausgesetzt hatten. Die Gewalt im Irak ging trotzdem unvermindert weiter.
US-Generalmajor Bill Caldwell erläuterte in Bagdad, F-16-Bomber der US-Luftwaffe hätten das betreffende Gebäude mit zwei 500-Pfund-Bomben total zerstört. Zu den dabei zusammen mit Al-Sarkawi getöteten Menschen gehörten eine Frau, ein Kind sowie ein enger Berater des Terroristenanführers namens Scheich Abdel Rahman. Bewohner der Kleinstadt Hibhib berichteten von einer präzisen Operation der Amerikaner. Die US-Luftwaffe habe ganz gezielt eines von zwei nebeneinander liegenden Häusern angegriffen
Irakische Armee bekam Tipp von Einheimischen
Bewohner der Gegend hätten den irakischen Sicherheitskräften einen Tipp gegeben, die US-Truppen hätten daraufhin den Luftangriff ausgeführt, sagte Premier Maliki. "Was geschehen ist, ist Ergebnis der Zusammenarbeit des irakischen Volkes, die eine gemeinsame Operation der Polizei und der multinationalen Streitkräfte erleichtert hat". Er drohte allen anderen Terroristen ein ähnliches Schicksal an. "Jedes Mal, wenn ein Zarqawi auftaucht, werden wir ihn töten."
Nach Angaben des US-Senders ABC wurde Zarqawi zunächst verwundet. Die Amerikaner hätten ihn gefunden und dann den Irakern übergeben. Später soll er seinen Verletzungen erlegen sein.
Al Kaida bestätigt Berichte
Die Al Kaida im Irak hat die Berichte über den Tod ihres Anführers bestätigt. Eine der Terrorgruppe nahe stehende Website veröffentlichte eine entsprechende Mitteilung. Der bewaffnete Kampf werde aber fortgesetzt, heißt es darin.
Reaktionen auf Zarqawi-Tod
US-Präsident Bush rechnet nach dem Tod des Terrorführers nicht mit einem Ende der Gewalt im Irak. Man könne erwarten, dass die Gewalt weitergehe, sagte Bush. Auch der britische Premier Blair sagte, er mache sich keine "Illusionen" darüber, dass der Tod Zarqawis ausreiche, um den Irak zurück zur Stabilität zu bringen. Allerdings stelle ein Schlag gegen El Kaida im Irak ein Schlag gegen das Terroristennetzwerk weltweit dar.
Zarqawi für zahlreiche Verbrechen verantwortlich
Unter anderem soll Zarqawi zwei amerikanische Geisel persönlich enthauptet haben. Außerdem soll er unter anderem Drahtzieher von drei Selbstmordanschlägen in Amman sein, bei dem im November 60 Menschen getötet wurden. In seiner Heimat wurde er bereits drei Mal in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Erst vor wenigen Tagen wurde ein Tonband veröffentlicht, in dem er die Sunniten im Irak erneut zum Kampf gegen die schiitische Bevölkerungsmehrheit ermunterte.
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