Warning: Undefined array key "qreplyview" in /var/www/vhosts/h205727.web39.alfahosting-server.de/html/forum/quickreply.php on line 37 Zöbinger | Shortnews | Eislaufhalle eingestürzt - mehrere Tote
Bei dem Einsturz einer Eissporthalle im oberbayerischen Bad Reichenhall sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Bis zum frühen Dienstmorgen wurden fünf Leichen aus den Trümmern geborgen, ein Kind sei nach der Bergung im Krankenhaus gestorben. Dies teilte die Polizei am Dienstagmorgen mit.
Zudem seien auf der verschütteten Eisfläche vier weitere Tote entdeckt worden. Die Rettungskräfte arbeiten unermüdlich an der Bergung der Opfer, kommen aber wegen der unsicheren Lage und starken Schneefalls nur schwer voran. "Wir gehen davon aus, dass wir auch noch weitere Tote finden werden", sagte Franz Sommerauer von der Polizeidirektion Traunstein. Die Halle war am Montag nach schweren Schneefällen eingestürzt.
Bei den sechs Todesopfern handelt es sich um vier Kinder, eine Frau und einen jungen Mann. Alle konnten bereits identifiziert werden. Bis zu 35 teils Schwerverletzte wurden bislang aus den Trümmern geborgen. 18 Verletzte mussten in Krankenhäuser gebracht werden. Am Dienstagmorgen waren noch immer 360 Rettungskräfte im Einsatz, viele seit Montagnachmittag. Am Montag hatten rund 700 Helfer bis in die Abendstunden nach Überlebenden gesucht.
Bergungsarbeiten gehen nur langsam voran
Heruntergestürzte Teile der Eissporthalle behinderten noch immer die Bergung weiterer Opfer. "Die Bergungsarbeiten gehen nur langsam voran", sagte Sommerauer. Sechs schwere Kräne waren im Einsatz, um einen weiteren Einsturz der verbliebenen Deckenreste zu verhindern. Rettungshunde hatten die leblosen Körper der vier Toten, die verschüttet auf der kalten Eisfläche lagen, entdeckt. "Wir werden weitersuchen, bis wir die letzte Person gefunden haben", sagte Kreisbrandrat Rudi Zeif. "Die Chance, jemanden zu retten, wird natürlich geringer, je länger die Suche dauert."
Unglücksursache noch unbekannt
Die genaue Ursache des Unglücks ist noch unbekannt. Allerdings wurden Spekulationen über mögliche Versäumnisse laut. So hatte ein örtlicher Eishockeyclub nach einer Warnung der Stadt ein Jugendtraining abgesagt. Unklar blieb zunächst, warum die Halle daraufhin nicht sofort geräumt wurde. Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU), der sich fortlaufend über die Bergungsarbeiten unterrichten ließ, zeigte sich in einer ersten Reaktion tief erschüttert von dem Unglück. Am Vormittag will sich Stoiber vor Ort über das schwere Unglück informieren.
"Grenzwerte wurden nicht überschritten"
Nach Angaben von Bad Reichenhalls Oberbürgermeister Wolfgang Heitmeier waren trotz der dicken Schneedecke auf dem Hallendach die Grenzwerte nicht überschritten worden. Mitarbeiter der Eislaufhalle hätten am Montag die Schneelast gemessen, sagte er. Diese sei aber "unter der Marke gewesen, die als Grenze angegeben ist". Daher habe kein Grund bestanden, den Schnee sofort vom Dach zu räumen, so Heitmeier. Da es aber weiter geschneit habe, hätten sich die Mitarbeiter vorsorglich trotzdem entschlossen, das Training am späteren Nachmittag abzusagen.
Wo du recht hast, hast du recht! Nur bei mir waren es soger zwei Kater!
Scheiß Saufen! Werde jetzt ne Alkpause im Jänner einlegen! Mal schaun ob ich es schaffe!?
__________________ Oberstudienrat il Professore Freiherr von und zu Nuno Gomes
"standesamtlich" verurteilt aufgrund eines Verstoßes gegen das Bevölkerungs- und Zivilschutzgesetz!
Eingestürzte Eislaufhalle: Suche nach Überlebenden
Bei dem Einsturz der Eissporthalle in Bad Reichenhall sind vermutlich mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. 11 Menschen wurden bereits tot geborgen. Unter den Toten befinden sich zumindest acht Kinder. Zwei weitere Verschüttete wurden zwar geortet, jedoch noch nicht geborgen. Darüber hinaus werden noch zwei Menschen vermisst. "Wir müssen davon ausgehen, dass sie nicht überlebt haben", so der Sprecher des Landratsamtes, Christoph Abreß.
Am Vormittag machten sich der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber, Bundeswirtschaftsminister Michael Glos und der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Peter Ramsauer, am Unglücksort selbst ein Bild von der Lage. In Begleitung von Helfern betraten sie den noch intakten Eingangsbereich der eingestürzten Halle.
"Ich bin zutiefst erschüttert, wie schnell Menschen aus dem Leben gerissen werden", sagte Stoiber. Es sei besonders tragisch, dass es so viele junge Leute getroffen habe. "Wir müssen jetzt den Angehörigen beistehen." Es gebe eine "unglaubliche Solidarität". Den Rettungskräften sprach Stoiber ein "großes Kompliment" aus.
Bundeskanzlerin Angela Merkel reagierte bestürzt auf das Unglück von Bad Reichenhall reagiert. "Das grausame Schicksal, das insbesondere Kinder und junge Menschen erlitten haben, die einen unbeschwerten Ferientag mit ihren Familienangehörigen verleben wollten, bewegt mich und bewegt uns alle in ganz besonderer Weise", sagte Merkel am Dienstag in Berlin.
Klopfzeichen in der Nacht
Gerüchte, es habe in der Nacht Klopfzeichen von Verschütteten gegeben, wollten die Rettungskräfte nicht bestätigen. Bei den geborgenen Toten handelt es sich um eine etwa 35-jährige Frau, zwei Jungen und vier Mädchen zwischen neun und zwölf Jahren sowie zwei Jugendliche. Alle Toten stammten aus den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein. 18 Opfer wurden in Krankenhäusern behandelt, drei von ihnen erlitten schwere Verletzungen. Mehrere weitere Menschen kamen mit leichten Verletzungen davon und mussten nicht in Kliniken behandelt werden. Kriseninterventionsteams leisten vor Ort Erste Hilfe und seelischen Beistand.
Schwerer Schnee vermutlich Unglücksursache
Ursache des Deckeneinsturzes der Eishalle dürfte ersten Annahmen zufolge der schwere Schnee gewesen sein. Die Schneeschicht war etwa 30 Zentimeter dick, so Michael Butschek von der Wetterdienststelle Salzburg. Da aber der Schnee wegen der Temperaturen um den Gefrierpunkt sehr feucht war, wog er so viel wie rund ein Meter "normaler", sprich lockerer Neuschnee. Insgesamt dürfte die Schneelast zumindest 180 Tonnen betragen haben.
"Grenzwerte wurden nicht überschritten"
Nach Angaben von Bad Reichenhalls Oberbürgermeister Wolfgang Heitmeier waren trotz der dicken Schneedecke auf dem Hallendach die Grenzwerte nicht überschritten worden. Mitarbeiter der Eislaufhalle hätten am Montag die Schneelast gemessen, sagte er. Diese sei aber "unter der Marke gewesen, die als Grenze angegeben ist". Daher habe kein Grund bestanden, den Schnee sofort vom Dach zu räumen, so Heitmeier. Da es aber weiter geschneit habe, hätten sich die Mitarbeiter vorsorglich trotzdem entschlossen, das Training am späteren Nachmittag abzusagen.
Ramsauer, der zugleich seinen Bundestagswahlkreis im nahe gelegenen Traunstein hat, warnte vor vorschnellen Schuldzuweisungen. Spekulationen, es sei nicht rechtzeitig gewarnt worden, seien inzwischen widerlegt, sagte Ramsauer am Dienstag im Deutschlandradio Kultur.
Die Kripo Traunstein hat unterdessen Ermittlungen aufgenommen, wie ein Sprecher der Polizei sagte.
Statische Probleme gefährden Bergungsarbeiten
Die Bergungsarbeiten an der eingestürzten Eissporthalle müssen möglicherweise wegen statischer Probleme unterbrochen werden. Die Außenwand der Halle sei um zweieinhalb Zentimeter nach außen gedrückt worden, sagte Kreisbrandrat Rudi Zeif am Dienstagmittag. "Wenn das so weitergeht, müssen wir die Bergung einstellen. Momentan ist das zu befürchten." Die Bergungsmannschaften hatten schwere Kräne eingesetzt, um das eingestürzte Dach zu sichern.
Etwa 300 Helfer waren auch am Dienstag am Unglücksort im Einsatz, es herrschte weiterhin Katastrophenalarm. Rettungshunde hatten die leblosen Körper der vier Toten, die verschüttet auf der kalten Eisfläche lagen, entdeckt. "Wir werden weitersuchen, bis wir die letzte Person gefunden haben", sagte Kreisbrandrat Rudi Zeif. "Die Chance, jemanden zu retten, wird natürlich geringer, je länger die Suche dauert."
Menschen machen ihrer Wut über Eishallenunglück im Internet Luft
Mit heftigen Vorwürfen an die Stadt haben Bürger auf den Einsturz der Eissporthalle in Bad Reichenhall reagiert. "Wenns knarzt und das Dach einzubrechen droht, lasst ihr Kinder in die Halle. Möge den Verantwortlichen und vor allem den Hallenmeister das Gewissen bis in alle Zeiten verfolgen", schrieb ein empörter Mann ins Online-Gästebuch des Kurortes.
Ein anderer schrieb: "Ich bedauere den Vorfall, hoffe aber auch, dass die Verantwortlichen für diese Sauerei gnadenlos zur Rechenschaft gezogen werden! Ich hoffe, es kommen Schadensersatzansprüche in Millionenhöhe auf Sie zu, um endlich die Verantwortung vor den Profit zu stellen." In weiteren Einträgen wird gefragt, warum es noch keine Kondolenzliste im Internet gebe. "Als betroffene Stadt sollte man sich schnellstmöglich darum kümmern", schrieb ein Mann aus dem Odenwald ins Gästebuch.
Rosenheim sperrt vorsorglich Hallen
Die Stadt Rosenheim hat sicherheitshalber zwei Sporthallen gesperrt. "Wir sind natürlich durch die Vorkommnisse in Bad Reichenhall sensibilisiert", sagte der Leiter des Schul- und Sportamtes der oberbayerischen Stadt, Frank Leistner, am Dienstag. "Außergewöhnlich ist, dass nur Nassschnee gefallen ist - das erhöht die Last natürlich massiv." Dennoch seien die Belastungsgrenzen nicht erreicht gewesen. Ein Statiker sei derzeit mit der Prüfung beschäftigt. Gebe er Entwarnung, könnten die Hallen möglicherweise bald wieder frei gegeben werden.
Lage der Verschütteten ähnlich wie bei Lawinenopfern
Die Lage der Verschütteten in der Eishalle in Bad Reichenhall ist jener von Lawinenopfer sehr ähnlich. Diese Einschätzung äußerte am Dienstag Wilfried Ilias, Anästhesist und Intensivmediziner im Wiener Krankenhaus der Barmherzigen Brüder. Wie bei Lawinenopfern kämen die Komponenten "große Kälte" und "Druck von außen" - durch die Trümmer anstatt durch Schnee - zusammen.
Theoretisch könne ein Mensch bei extremer Kälte-Einwirkung 40 Minuten "überleben". Ilias: "Nämlich auch dann, wenn er bereits erstickt ist." Das Gehirn ist wegen der Kälte - die dabei sogar positiv wirkt - in dieser Zeitspanne noch reanimierbar. Fälle von in gefrorene Seen oder Teiche eingebrochene Kinder, die bis zu 40 Minuten im kalten Wasser gewesen waren und auch ohne bleibende Schäden wieder belebt werden konnten, belegen laut Ilias diese These.
Allerdings sei die vorliegende Katastrophe wegen vieler unbekannter Faktoren damit nicht vergleichbar. Das bestätigte auch der Anästhesist und Experte für die Versorgung von Lawinenopfern an der Universitätsklinik in Innsbruck, Univ.-Prof. Dr. Michael Baubin: "Es ist schrecklich, was dort passiert ist. Aber man kann keine seriöse Aussage darüber treffen, wie lange ein Mensch unter den Trümmern und auf dem Eis überleben kann. Wunder gibt es immer wieder. Das habe ich persönlich in Galtür erlebt (Anm.: Lawinenkatastrophe im Februar 1999)." Vieles hänge von der Situation unter den Trümmern ab und davon, wie schwer ein Verschütteter verletzt sei und ob er sich etwa einen Raum zum Atmen - vergleichbar wie in einer Lawine - schaffen konnte oder nicht.