Warning: Undefined array key "qreplyview" in /var/www/vhosts/h205727.web39.alfahosting-server.de/html/forum/quickreply.php on line 37 Zöbinger | Shortnews | "Kostspieligster Hurrikan" aller Zeiten
Ersten Schätzungen zufolge verursachte "Katrina" einen Schaden von 26 Milliarden Dollar.
Auch wenn das gesamte Schadensausmaß von Hurrikan "Katrina" derzeit noch nicht abzusehen ist, sprechen Experten bereits vom "kostspieligsten Wirbelsturm", der die USA je getroffen hat.
Experten zufolge könnten die Kosten für die Versicherungen auf bis zu 26 Milliarden Dollar steigen. Damit wäre "Katrina" der teuerste Sturm in der Geschichte der USA noch vor den inflationsbereinigten 20,9 Milliarden Dollar Schaden durch Hurrikan "Andrew" 1992.
Ölpreis kurzfristig auf Rekordniveau
Zugleich verursachte "Katrina" auch einen Sturm auf dem Ölmarkt und trieb den Ölpreis kurzfristig auf neue Rekordhöhen. Wegen des riesigen Wirbelsturms mussten zahlreiche Ölplattformen, Häfen, Raffinerien und petrochemische Werke am Golf von Mexiko geschlossen werden.
In Mobile im Bundesstaat Alabama riss der Wirbelsturm eine zu Reparaturarbeiten im Hafen liegende Ölbohr-Plattform los und trieb diese flussaufwärts. Dort blieb sie an einer Brücke hängen.
Zwei weitere Plattformen trieben nach Angaben von Shell im Golf von Mexiko. Dort war "Katrina" noch einer der stärksten Hurrikans seit dem Beginn der Aufzeichnungen und hatte die Hälfte der US-Ölförderung lahm gelegt.
Stromversorgung zusammengebrochen
In den betroffenen US-Bundesstaaten Louisiana, Mississippi und Alabama brach für 1,3 Millionen Haushalte, Geschäfte und Unternehmen die Stromversorgung zusammen. Auch die Telefonsysteme und die Trinkwasserversorgung hielten dem Sturm nicht halt.
Allein in Louisiana schaltete "Katrina" in mehr als 750.000 Haushalten den Strom ab. Den Behörden zufolge handelt es sich um den größten Stromausfall in der Geschichte des Bundesstaates. Ohne Stromversorgung kann auch das Pumpensystem nicht mehr arbeiten, das New Orleans normalerweise trocken legt.
Ganze Straßenzüge unter Wasser
In der Hauptstadt von Louisiana, die zu einem Großteil unterhalb des Meeresspiegels liegt, waren am Dienstag ganze Straßenzüge unter Wasser.
Mindestens 20 Häuser stürzten komplett ein. Schwere Schäden wurden auch aus dem berühmten Touristenviertel, dem historischen French Quarter, gemeldet. Verschiedene Stadtteile wie Chalmette stünden Medienberichten zufolge bis zu 3,66 Meter unter Wasser.
"Katastrophale Schäden"
Auch der Gouverneur von Mississippi, Haley Barbour, erwartet "katastrophale Schäden" an der Küste. Genaue Angaben lägen zwar noch nicht vor, jedoch sei schon jetzt klar, dass der Wirbelsturm Schäden von noch nie da gewesenem Ausmaß verursacht habe.
US-Präsident George W. Bush erklärte die Bundesstaaten Louisiana und Mississippi zu Katastrophengebieten. Damit könnten Bundeshilfen schneller ausgezahlt werden, hieß es in einer Erklärung des Weißen Hauses vom Montag.
Zwei Tage nach dem verheerenden Hurrikan "Katrina" zeichnet sich im Südosten der USA keine Entspannung ab - im Gegenteil: Die Lage spitzt sich dramatisch zu. New Orleans versinkt und steht bis zu sieben Meter unter Wasser. Nach einem Dammbruch droht auch den letzten noch verschonten Vierteln der Stadt die Überflutung. Dazu kommt totales Chaos: Geschäfte werden geplündert, Leichen treiben in den Fluten.
Die Zustände in New Orleans knapp eine Woche nach der Hurrikan-Katastrophe werden immer dramatischer: Plünderer und Polizisten lieferten einander eine wilde Verfolgungsjagd, bei der offenbar vier Plünderer erschossen wurden. Zugleich hat die Suche nach den Leichen begonnen, deren Zahl in die Tausende gehen soll. Gleichzeitig sind aber weiterhin zahlreiche Überlebende in ihren Häusern eingeschlossen. Die US-Regierung warnte die Bürger bereits vor Bildern, die "so schlimm sein werden wie nichts zuvor".