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Zum Ende der Seite springen Wien SPÖ holt Absolute - ÖVP auf Platz 2
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Wien SPÖ holt Absolute - ÖVP auf Platz 2 Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Die SPÖ hat bei der Wiener Landtagswahl zwar ihre Vormachtstellung ausgebaut, mit der erhofften absoluten Stimmenmehrheit wurde es aber nichts. Mit 49 Prozent blieb Bürgermeister Häupl hinter den Umfragewerten zurück - sicherte sich aber weiterhin die absolute Mandatsmehrheit. Platz zwei sicherte sich die ÖVP mit 18,8 Prozent. Die FPÖ ließ mit 14,9 Prozent die Grünen (14,7) hinter sich. Ein Debakel erlebte das BZÖ (1,2), das sogar hinter der KPÖ (1,5) lag.

In der Plus/Minus-Rechnung konnte die SPÖ um 2,1 Prozentpunkte zulegen, die ÖVP um 2,4 Prozentpunkte, was verhältnismäßig den höchsten Gewinn bedeutete. Ein Plus gab es auch für die Grünen - und zwar in Höhe von gut 2,2 Prozentpunkten. Die Freiheitlichen büßten 5,3 Prozentpunkte ein.

Grüne holen sich den 8. Bezirk
Nachdem die Grünen 2001 den siebenten Wiener Gemeindebezirk Neubau für sich erobern konnten, folgt 2005 nun der Achte. Damit gewinnen die Grünen einen zweiten Bezirksvorsteher. Die ÖVP trat zusammen mit dem Bürgerforum als "Liste Pro Josefstadt" an und landete auf dem zweiten Platz - gerade noch so weit vor der SPÖ um den Posten des stellvertretenden Bezirksvorstehers bekleiden zu dürfen.

Der erste Platz im achten Bezirk ist für die Grüne Spitzenkandidatin Maria Vassilakou "ein extrem schöner Erfolg", wie sie am Sonntagabend sagte. "Ich bin unglaublich stolz auf die Grünen in der Josefstadt.", meinte sie. "Wir sind innerhalb des Gürtels stärker", fügte sie noch hinzu.

Aktuelle Wahl-Analyse
Das "Institute for Social Research and Analysis" zerpflückt alljährlich die Ergebnisse österreichischer Wahlen. Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Fakten aus der Wählerstromanalyse für die Wien-Wahl.

Laut dem Wiener SORA-Institut hat die SPÖ eine absolute Mehrheit vorallem wegen Wahlenthaltung (siehe weiter unten) versäumt. Zusätzliche Stimmen konnte die SPÖ am meisten bei der FPÖ einheimsen. An Grüne und ÖVP verlor sie mehr als zu holen war.

Die FPÖ gab gut ein Fünftel ihrer Wählerschaft an die SPÖ ab und hat rund 29.000 potenzielle Stimmen durch Wahlenthaltung eingebüßt.

Im Stimmenaustausch zwischen ÖVP und SPÖ hat die Volkspartei das positivere Ergebnis: Sie gab zwar 23.000 Stimmen an die SPÖ ab, konnte im Gegenzug aber 27.000 Vorjahrs-SPÖ-Wähler für das schwarze Parteiprogramm gewinnen.

Die Grünen konnten 78% ihrer Wähler behalten und erzielen in punkto Stammwähler somit das beste Ergebnis.

Geringe Wahlbeteiligung
Den Sozialdemokraten dürfte neben der erstaunlich starken FPÖ die geringe Wahlbeteiligung zu schaffen gemacht haben. Beim ersten Urnengang mit auf 16 gesenktem Wahlalter nützten nur 59,95 Prozent ihr Stimmrecht. Beim vorigen Mal waren es noch 66,6 Prozent gewesen.

Häupl "sehr zufrieden"
Ungeachtet des doch etwas enttäuschenden Ergebnisses zeigte sich Stadtchef Häupl bei seiner zweiten Wiederwahl "sehr zufrieden". Über den Ausbau der Absoluten in Mandaten sei er "beglückt", als Konsequenz aus dem starken Abschneiden der Freiheitlichen will er die Integrationspolitik in der Stadt "noch pointierter" gestalten. Gespräche gebe es mit allen Parteien, Kooperationen seien mit ÖVP und Grünen möglich.

"Lebenszeichen" der ÖVP
Alle Wahlziele erreicht, ergo ein vitales Lebenszeichen der Volkspartei, lautete das Resümee von ÖVP-Spitzenkandidat Hahn. Ein "Wermutstropfen" sei der Erfolg der FPÖ, den er in die Verantwortung der SPÖ übergab.

BZÖ will weiter kämpfen
Das BZÖ will noch nicht aufgeben, obwohl es nach dem Debakel in der Steiermark in Wien noch schlechter lief. Spitzenkandidat Schimanek beklagte die fehlenden finanziellen Mittel in der Kampagne. Bündnissprecher Uwe Scheuch schloss eine Regierungsumbildung ebenso aus wie eine Wiedervereinigung mit der FPÖ.

"Wiedergeburt" der FPÖ
Auf solch eine Reunion hat bei den Freiheitlichen momentan aber ohnehin keiner Lust. FP-Chef Strache, der mit seinem als ausländerfeindlich bewerteten Wahlkampf offenbar die Herzen so manches Wieners gewann, sieht eine Wiedergeburt der FPÖ. Er werde sich jetzt "mit 120 Prozent" auf die Arbeit in Wien konzentrieren. Alles andere würden zu gegebener Zeit die Parteigremien zu entscheiden haben, schloss Strache aber auch ein Antreten im Bund nicht aus.

Grüne suchen Positives
Bei den Grünen versuchte man sich in Selbsttröstung, nachdem das Ziel Platz zwei klar verfehlt wurde. Spitzenkandidatin Maria Vassilakou verwies auf gute Ergebnisse in einzelnen Bezirken und freute sich darüber, dass man zwar weniger Stimmen, aber ein Mandat mehr als die FPÖ habe.

Keine vorgezogenen NR-Wahlen
Dass die SPÖ derzeit einen Wahlerfolg nach dem anderen feiert, wird aber keine vorgezogenen Nationalratswahlen herbeirufen. Bundeskanzler Schüssel bekräftigte diesbezüglich schon nach den letzten Hochrechnungen der Wien-Wahl seine Position: Man werden die Koalition mit dem BZÖ fortführen und zum im Herbst 2006 wählen.

Dateianhang:
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24.10.2005 13:20 Spider ist offline E-Mail an Spider senden Homepage von Spider Beiträge von Spider suchen Nehmen Sie Spider in Ihre Freundesliste auf
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