Warning: Undefined array key "qreplyview" in /var/www/vhosts/h205727.web39.alfahosting-server.de/html/forum/quickreply.php on line 37 Zöbinger | Shortnews | Heftige Unwetter in Oberösterreich
Oberösterreich ist in der Nacht von Sonntag auf Montag von heftigen Unwettern heimgesucht worden. Keller wurden überflutet, im Bezirk Vöcklabruck fielen Hagelkörner, die so groß waren wie Golfbälle, vom Himmel. Personen wurden zum Glück nicht verletzt, viele Feuerwehren waren die ganze Nacht im Einsatz. Bei Linz legte ein Blitz eine Sicherheitsanlage der Westbahn lahm, der Verkehr kam vorübergehend zum Stillstand.
Einschläge von Blitzen lösten mehrere Brände aus, wie etwa in der Ortschaft Liebenau im Mühlviertel, wo eine Maschinenhalle abgebrannt ist. Der Besitzer konnte die Flammen aber unter Kontrolle bringen, noch bevor die Feuerwehr eintraf. Zu Bränden durch Blitze kam es außerdem in Kirchheim im Innviertel bzw. in Alberndorf. In Treffling mussten die Einsatzkräfte einen überfluteten Keller auspumpen.
Im Bezirk Vöcklabruck gingen durch die Hagelkörner die Alarmanlagen zahlreicher Autos los, ebenso rund um Wels, wo die Polizei stundenlang unterwegs war, um zu überprüfen, ob es sich nicht doch um Einbrüche handelte. Personen wurden nicht verletzt.
Kurz nach 5.30 Uhr schlug bei Asten ein Blitz in eine Sicherheitsanlage der Westbahn ein. Der Bahnverkehr war daraufhin blockiert, Hunderte Passagiere waren betroffen. Sie mussten in Busse umsteigen. Gegen 8 Uhr rollte der Fernverkehr wieder, allerdings mit 30 Minuten Verspätung, berichtete ÖBB-Sprecher Brunnmayr. Der Nahverkehr werde weiter mit Bussen bedient. Bis wann der Schaden behoben sein wird, könne laut Brunnmayr vorerst nicht gesagt werden.
Auch in Krems ist es wieder ordentlich zur Sache gegangen:
Schneise der Verwüstung quer durch den Bezirk
Bis zu 30 Zentimeter hoch lagen die Hagelkörner mit einem Durchmesser von gut zwei Zentimetern. Während des minutenlangen Bombardements durch die Eisschloßen wurden Weinkulturen, Obstbäume, Mais- und Getreidefelder im Zentrum des Unwetters völlig vernichtet. Ein Drittel der Rebfläche gilt als vollständig zerstört. „Die Wetterextreme nehmen auf jeden Fall zu“, schildert Ing. Josef Kaltenböck, Landesleiter der Hagelversicherung, seine Beobachtung: „Wenn sich etwas tut, dann punktuell immer gleich ganz massiv!“ Er schätzt den landwirtschaftlichen Schaden auf drei Millionen Euro. „Wenn du das siehst, kannst du wirklich weinen“, zeigt sich Gemeinderat Franz Bauer, Obmann der Winzer Krems, angesichts des Schadens in der Sandgrube entsetzt.
Sandgrube massiv betroffen: 80 Prozent der Ernte ruiniert
„80 Prozent sind hier sicher hinüber - in der Sandgrube wird man dieses Jahr nicht viel ernten können.“ Trauben von außen zuzukaufen sei nicht möglich: „Weil sonst steht ja etwas anderes auf der Flasche, als tatsächlich drinnen ist.“ Nicht nur ein kurzfristiges Problem: Die Weinstöcke sind nachhaltig geschädigt und werden zumindest noch im kommenden Jahr für einen deutlichen Ernteausfall sorgen. „Kleinräumig gesehen war dieses Unwetter das heftigste Ereignis seit 40 Jahren“, zeigt sich auch Bürgermeister Franz Hölzl betroffen. Er will nun möglichst schnelle Hilfe: So habe er die Zuständigen bereits um eine möglichst baldige Schadensbegutachtung gebeten.
„Für die Betroffenen ist das kein Trost – aber ohne unseren Einsatz wäre es sicher auf größerer Fläche so schlimm gekommen“, bedauert Hannes Eckharter, Geschäftsführer der „Hagelflieger“ und während des Unwetters selbst im Cockpit eines der drei „Hagelbomber“, dass man die Front nicht komplett in Griff bekommen konnte. „Die Prognose des Flugwetterdienstes in Schwechat kündigte zwar Gewitter ab 14 Uhr an, Hagelwarnung gab es aber keine“, sagt Eckharter zu Meinungen, die Flieger wären zu spät aufgestiegen. „Es war eine mächtige Gewitterwolke, die sich binnen weniger Minuten aufgebaut hat. Durch den kräftigen Aufwind wurden unsere Flieger in einer Minute auf mehr als 2000 Meter Höhe hinaufgetragen.“
__________________ Oberstudienrat il Professore Freiherr von und zu Nuno Gomes
"standesamtlich" verurteilt aufgrund eines Verstoßes gegen das Bevölkerungs- und Zivilschutzgesetz!