Nuno MAX Gomes
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| Entführtes Mädchen per SMS aus Erdloch gerettet |
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Der Sheriff konnte auch die Festnahme des mutmaßlichen Kidnappers melden, der Elizabeth nur gut einen Kilometer von ihrem Zuhause in Lugoff im Bundesstaat South Carolina entfernt in einem selbst geschaufelten 4,5 Meter tiefen und fast neun Meter langen Bunker festgehalten hatte (siehe Infobox).
Um sein Opfer an der Flucht zu hindern, hatte der bereits wegen eines Sexualvergehens gesuchte 36-jährige Vinson Filyaw dem Sheriff zufolge das Versteck mit einer Sprengstofffalle versehen. Außerdem fand die Polizei zwei selbst gebastelte Handgranaten. Auf die Spur kamen die Ermittler dem Kidnapper, weil Elizabeth ihre SMS mit dem Handy des Entführers geschickt hatte. Dann gab eine Frau am Sonntag nach einem missglückten Autoüberfall Filyaws den entscheidenden Tipp.
SMS brachte Ermittler auf entscheidende Spur
Angefangen hatte das Drama nach Medienberichten am Nachmittag des 6. September: Da verschwand das Mädchen mit dem frischen, offenen, etwas rundlichen Gesicht an einer Bushaltestelle in der Nähe ihres Elternhauses. "Wir haben nicht aufgehört zu beten, wir haben die Hoffnung nie aufgegeben", zitierten lokale Radiosender die Tante von Elizabeth, als die Tage trotz eines Großeinsatzes der Polizei ohne heiße Spur dahingingen. Dann kam am Mittwoch vergangener Woche die SMS an die Mutter: Sie lebe, sei irgendwo in einem Erdloch im Wald und könne nicht weit entfernt Lastwagen vorbeibrummen hören, schilderte das Mädchen in seinem Hilferuf.
Zwei Tage später, am Freitag, hatte die Polizei herausgefunden, woher der Anruf ungefähr kam: aus einem Waldgebiet nicht weit vom Elternhaus des Teenagers entfernt. Es stellte sich auch heraus, dass Elizabeth die Tochter der Freundin des Handy-Besitzers kannte. "Da war für uns schon alles ziemlich klar", sagte McCaskill dem Fernsehsender CNN.
Entführer lebte zeitweise im Erdloch
An einem kleinen Hügelabhang wurde dann am Samstag der Bunker entdeckt, nachdem die Suchmannschaften laute Rufe, Schreie und das Weinen des Mädchens gehört hatten. "Elizabeth stand an einem der beiden offenen Ausgänge. Filyaw hatte ihr gedroht, sie werde sterben, wenn sie das Loch verlässt", berichtete der Sheriff. Er ist überzeugt, dass der Kidnapper das mit Brettern abgedeckte Versteck selbst geschaufelt und dort auch zeitweise gelebt hatte. "Das ist ein Mann, der gern im Freien, ja im Schmutz lebt", sagte McCaskill.
So fand die Polizei in dem Bunker aus Ästen und Zweigen gebastelte Regale mit Lebensmittelvorräten, eine Art Bett, einen Campingkocher, Kleidung und alle möglichen anderen Gegenstände bis hin zu Toilettenpapier. Im Zuge der weiteren Ermittlungen wurden noch drei weitere, mit Laub getarnte Erdlöcher dieser Art gefunden.
Täter wollte mit gestohlenem Auto fliehen
Nach den Erkenntnissen der Polizei hatte Filyaw das Versteck wahrscheinlich Freitagnacht verlassen und angesichts der laufenden Großfahndung versucht, sich ein Auto zu stehlen. Die Fahrerin alarmierte die Polizei und identifizierte Filyaw, der sich bei der Entführung anscheinend als Polizist ausgegeben hatte, anhand eines Fotos. "Unsere Gebete wurden erhört", sagte der Sheriff erleichtert. Und so viel verriet er noch: Elizabeth hielt das rettende Handy umklammert in ihrer Hand, als sie gefunden wurde.
__________________ Oberstudienrat il Professore Freiherr von und zu Nuno Gomes
"standesamtlich" verurteilt aufgrund eines Verstoßes gegen das Bevölkerungs- und Zivilschutzgesetz!
Lignano 26.07.07
I.V. Lt Mausa
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