Geschrieben von Spider am 18.03.2007 um 17:44:
Räikkönen gewinnt Melbourne-GP vor Alonso
Das Jahr eins nach Michael Schumacher in der Formel 1 hat mit einem Ferrari-Sieg begonnen. Der finnische Schumacher-Nachfolger Kimi Räikkönen gewann am Sonntag in Melbourne den Grand Prix von Australien 7,2 Sekunden vor dem zu McLaren gewechselten Doppel-Weltmeister Fernando Alonso aus Spanien sowie dessen Teamkollegen, dem britischen Debütanten Lewis Hamilton. Alexander Wurz schied nach einer Kollision mit David Coulthard acht Runden vor Schluss des Rennens aus.
Räikkönen, der aus der Pole Position gestartet war und einen berlegenen Start-Ziel-Sieg feierte, hat damit gleich bei seinem ersten Auftritt im Ferrari gewonnen. "Es ist immer toll, gleich im ersten Rennen zu gewinnen. Ein idealer Ausgangspunkt für die Saison", sagte Räikkönen. "Die Atmosphäre im Team ist perfekt."
Die Ferrari-Freude trübte lediglich Felipe Massa. Der Brasilianer (16. im Qualifying) war vom letzten Startplatz ins Rennen gegangen, nachdem er wegen eines Motorwechsels an seinem Ferrari ans Ende des Feldes versetzt worden war. Seine Aufholjagd endete auf dem sechsten Platz, so dass er noch drei Zähler sicherte. Massa hatte schon in der Qualifikation mit einem Getriebeschaden zu kämpfen gehabt.
Top-Debüt für Lewis Hamilton
Einen hervorragenden Eindruck hinterließ der 22-jährige Hamilton. Der erste dunkelhäutige Grand-Prix-Fahrer feierte eine der stärksten Premieren der vergangenen Jahre und fuhr als 17. Debütant der Formel- 1-Geschichte gleich aufs Podium. "Lewis hat eine sensationelle Premiere gegeben", meinte Mercedes-Motorchef Norbert Haug. "Noch fehlt der Speed zu Ferrari. Aber die Silberpfeile werden mitmischen. Wir waren die stärkste deutsche Kraft heute."
"Formel Austria" in Australien erfolglos
Erfolglos blieb in Australien die Formel Austria. Alexander Wurz (Williams) kollidierte in der 50. Runde im Kampf um Platz 13 mit Red-Bull-Pilot David Coulthard und schied bei seinem Comeback ebenso aus wie der Schotte. Wurz' Williams-Team-Kollege Nico Rosberg kam auf den siebten Rang und holte zwei WM-Punkte. Bester Red-Bull-Fahrer war der Australier Mark Webber als 13. unmittelbar vor Tonio Liuzzi im Toro Rosso.
Nach dem ersten von 17 Rennen übernahmen die Silberpfeile mit 14 Punkten die Führung in der Konstrukteurs-Wertung vor Ferrari (13) und BMW (5).