Geschrieben von Spider am 21.05.2006 um 13:42:
Song Contest 2006
Sieg für Monster-Band Lordi!
Die Schlacht um den Song Contest 2006 ist geschlagen: Die finstere Rockband „Lordi“ aus Finnland hat in Athen den Sangeswettbewerb der Nationen gewonnen und alle überrascht. Für ihr „Hard Rock Hallelujah“ bekamen die Monstermasken am Samstagabend die meisten Siegerpunkte zugesprochen. Es ist der erste Sieg für Finnland in 50 Jahren Grand-Prix-Geschichte und sowieso der erste Sieg einer Metal-Band beim Song Contest überhaupt! Hier gibt's alle Infos zum Mega-Event! mehr zum Thema: Bilder von Lordi beim Auftritt und von danach Texas Lighting im Krone.at-Interview - davor! Die Gewinner des Song Contest seit 1956 Krone.at-User: Stürmer hätte für uns singen sollen Krone.at-User hätten unsere Teilnahme begrüßt Was Christina Stürmer vom Song Contest hält Zur offiziellen Song-Contest-SeiteAls Monster, Zombie, Walküre oder Mumie verkleidet, entzündeten Lordi vom ersten Ton an ein musikalisches Feuerwerk. Pyrotechnik, Rauch und Doppelaxt taten ihr übriges zum martialischen Auftritt. Die finnischen Monster setzten sich schon bei der Punktevergabe schnell an die Spitze, die sie nicht mehr abgeben sollten, und distanzierten Russland sowie Bosnien-Herzegowina deutlich auf Platz zwei und drei. Es standen damit zum Schluss aber drei Länder an der Spitze, die sich erst am Donnerstag im Halbfinale für das Finale qualifizieren mussten. Für die Sieger Lordi gab's Trophäe und Blumensträuße.
Israel und Malta Schlusslichter
Favorit Schweden landete lediglich an fünfter Stelle. Am schlechtesten schnitten Israel und Malta mit vier bzw. einem Gnaden-Punkt ab. Insgesamt traten in Athen 24 Sänger und Bands im Wettbewerb um Europas Sangeskrone an; Österreich nahm nicht teil. Zuschauer aus 38 Ländern konnten per Telefon
und SMS über den Gewinner abstimmen.
Deutschlands Texas Lightning auf Platz 15
Für die für Deutschland angetretene Countryband „Texas Lightning“, bei der Comedian Olli Dittrich am Schlagzeug sitzt, gab es nur den 15. Platz. Man hätte sich hier mehr erhofft, zumal ihr Song seit Wochen an Spitzenplätzen in den deutschen Charts und auch in den Charts hierzulande weilt. Enttäuscht gaben sie sich aber nicht: „Wir hatten eine so schöne Zeit in Athen. Für jeden Musikanten ist es etwas Tolles, hier dabei zu sein", sagte Olli Dittrich der deutschen ARD.
Ein bisschen Punkte: Ralph Siegel auf Platz 17
Noch ärger als Texas Lightning erwischte es einen weiteren deutschen Vertreter: Komponist Ralph Siegel war 1982 mit Nicole und ein „Ein bisschen Frieden“ erfolgreich – heute nur mehr krasser Gegensatz zu Lordi. Siegel landete mit seiner Band „Six4one“ und einer Weltverbesserungsballade für die Schweiz nur auf Platz 17.
Die restlichen Looser des Abends...
Eine Punkte-Schelte gab’s auch für Spaniens „Las Ketchup“. Das Publikum erinnerte die Mädels mit schlappen 18 Zählern wohl an ihren nervigen Ketchup Song, der einst einen ganzen Sommer lang durch die Discos dröhnte. Trotz des Liedtitels „We Are The Winners“ konnte auch Litauens Teilnehmer seine Vorgabe nicht wahr machen, landete aber immerhin auf Platz sechs. Das große Chanson-Land Frankreich musste sich heuer mit dem drittletzten Platz begnügen.
100 Millionen sahen Lordi gewinnen
Die Übertragung aus der griechischen Hauptstadt wurde wieder von mehr als 100 Millionen Fernsehzuschauern aus ganz Europa verfolgt. Der Wettbewerb fand im 51. Jahr seines Bestehens in Athen statt, weil im vergangenen Jahr die Griechin Helena Paparizou mit „My Number One“ das Grand-Prix-Finale gewonnen hatte.
Das Ergebnis des 51. Eurovision Song Contest in Athen
01. FINNLAND: Lordi mit „Hard Rock Hallelujah“ - 292 Punkte
02. RUSSLAND: Dima Bilan mit „Never Let You Go“ - 248
03. BOSNIEN-HERZEGOWINA: Hari Mata Hari mit „Lejla“ - 229
04. RUMÄNIEN: Mihai Traistariu mit „Tornero“ - 172
05. SCHWEDEN: Carola mit „Invincible“ - 170
06. LITAUEN: LT United mit „We Are The Winners“ - 162
07. UKRAINE: Tina Karol mit „Show Me Your Love“ - 145
08. ARMENIEN: Andre mit „Without Your Love“ - 129
09. GRIECHENLAND: Anna Vissi mit „Everything“ - 128
10. IRLAND: Brian Kennedy mit „Every Song Is A Cry For Love“ - 93
11. TÜRKEI: Sibel Tüzün mit „Superstar“ - 91
12. KROATIEN: Severina mit „Moja stikla“ - 56
13. MAZEDONIEN: Elena Risteska mit „Ninanajna“ - 56
14. NORWEGEN: Christine Guldbrandsen mit „Alvedansen“ - 36
15. DEUTSCHLAND: Texas Lightning mit „No No Never“ - 36
16. SCHWEIZ: Six4one mit „If We All Give A Little“ - 30
17. LETTLAND: Cosmos mit „I Hear Your Heart“ - 30
18. DÄNEMARK: Sidsel Ben Semmane mit „Twist Of Love“ - 26
19. GROSSBRITANNIEN: Daz Sampson mit „Teenage Life“ - 25
20. MOLDAWIEN: Arsenium und Natalia mit „Loca“ - 22
21. SPANIEN: Las Ketchup mit „Bloody Mary“ - 18
22. FRANKREICH: Virginie Pouchain mit „Il était temps“ - 5
23. ISRAEL: Eddie Butler mit „Together We Are One“ - 4
24. MALTA: Fabricio Faniello mit „I Do“ - 1