Geschrieben von Spider am 01.05.2006 um 15:40:
Ex-Skirennläuferin Rey-Bellet erschossen
Die ehemalige Schweizer Skirennläuferin Corinne Rey-Bellet ist tot. Die 33-Jährige und ihr Bruder Alain (32) sind am Sonntagabend im Elternhaus von einem Unbekannten erschossen worden, wie die Polizei mitteilte. Die Mutter wurde schwer verletzt. Noch gibt es keinen Kontakt zum Ehemann der Abfahrts-Vizeweltmeisterin von 2003, der gemeinsame zweieinhalbjährige Sohn befindet sich in Sicherheit.
Laut Polizei geschah die Tat gegen 21:30 Uhr im Skiort Les Crosets im Wallis. Der Unbekannte drang ins Haus der Rey-Bellets ein und feuerte mehrere Schüsse ab. Die Polizei hat eine Großfahndung nach dem flüchtigen Täter eingeleitet. Die Mutter wird im Krankenhaus behandelt, laut Polizei erlaubt ihr Zustand noch keine Befragung zu den Geschehnissen.
Kein Kontakt zum Ehemann
Die Polizei wollte Spekulationen über ein Beziehungsdelikt weder bestätigen noch dementieren. Allerdings konnte sie bisher keinen Kontakt zum Ehemann herstellen. Das gemeinsame Kind befinde sich jedoch in Sicherheit. Rey-Bellet hieß seit ihrer Hochzeit vor vier Jahren Stadler und lebte mit ihrer Familie in Abtwil in St. Gallen. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Physiotherapeutin.
Karriere 2003 beendet
Corinne Rey-Bellet hatte im Mai 2003 wegen gesundheitlicher Probleme ihre Karriere beendet. Bei der Heim-WM 2003 in St. Moritz hatte sie mit dem Gewinn der Silbermedaille in der Abfahrt ihren größten Erfolg gefeiert. Sie brachte es auf insgesamt fünf Siege im Weltcup (3 Abfahrt, 2 Super G). Bei Olympischen Spielen steht ein fünfter Rang 2002 in Salt Lake City in der Abfahrt als beste Platzierung zu Buche.
Geschrieben von Spider am 04.05.2006 um 18:39:
Ehemann von Corinne Rey-Bellet ist tot
Die Ski-Welt trauert um Corinne Rey-Bellet, ihr ungeborenes Baby und ihren Bruder. Nun ist auch Gerold Stadler, der Ehemann und mutmaßliche Mörder der Schweizer Ex-Skirennfahrerin, tot aufgefunden worden, neben ihm eine Schusswaffe. Allem Anschein nach hat er sich selbst getötet.
Stadler war dabei gesehen worden, wie er nach den Morden mit einer Waffe das Haus seiner Ex-Frau verließ, und war seitdem auf der Flucht vor der Polizei.
Anrainer und ein Dorfpolizist hörten am Mittwoch um etwa 15:00 Uhr Schüsse im Waldgebiet bei Panex, worauf eine große Suchaktion ausgelöst wurde. In dieser Region war bereits am Montagmorgen Gerold Stadlers Auto gefunden worden. Bewaffnete Patrouillen und Hundeführer durchkämmten in der Folge das Waldgebiet. Um 20:15 Uhr wurde der Leichnam des Bankers gefunden.
Die 33- jährige Corinne Rey-Bellet, die der Zeitung „Blick“ zufolge im dritten Monat schwanger gewesen sein soll hinterlässt einen zweijährigen Sohn und eine Mutter, die die Attacke schwer überlebte. Ihr Ehemann, der Rey-Bellet und deren Bruder Alain erschossen haben soll, ist der Polizei zufolge weiter auf der Flucht. Nach ihm wird mit internationalem Haftbefehl gefahndet. Am Montag war er der Polizei bei einer Verfolgungsjagd entkommen.
Stadler sei gesehen worden, wie er mit einer Waffe in der Hand das Haus der Rey-Bellets verlassen habe und mit seinem Auto geflüchtet sei, gab die Walliser Kantonspolizei bekannt. Der Wagen des Privatbankiers sei am Montagmorgen um 05:00 Uhr in der Nähe von Ollon gefunden worden. Im Auto lag ein leeres Magazin einer Faustfeuerwaffe. Die Polizei hat eine Großfahndung eingeleitet und warnte davor, dass Stadler wahrscheinlich immer noch bewaffnet und gefährlich sei.
Nach ersten Erkenntnissen führten Beziehungsprobleme zur Tat, die laut Polizeiangaben am Sonntag gegen 21:30 Uhr geschah. Das seit vier Jahren verheiratete Paar lebte offenbar seit 10 Tagen getrennt. Corinne Rey-Bellet, die Anfang August 34 Jahre alt geworden wäre, habe sich zu ihren Eltern zurückgezogen, der gleichaltrige Stadler und der gemeinsame zweijährige Sohn Kevin seien am Wohnort in Abtwil geblieben, so die Polizei. Am Sonntag reiste der mutmaßliche Täter mit dem unversehrt geblieben Buben ins Wallis.
Karriere 2003 beendet
Rey-Bellet hieß seit ihrer Hochzeit vor vier Jahren Stadler und lebte mit ihrer Familie in Abtwil im Kanton St. Gallen. Ihren größten Erfolg feierte Corinne Rey-Bellet mit dem Gewinn der Silbermedaille in der Abfahrt bei der Heim-WM in St. Moritz 2003. Einen Monat später beendete sie ihre Karriere. Bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City war sie Abfahrts-Fünfte geworden.
Im Weltcup konnte die Speed-Spezialistin fünf Rennen gewinnen und stand insgesamt 15 Mal auf dem Siegertreppchen.