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Geschrieben von Spider am 28.12.2005 um 11:49:
EU-Vorsitz mit wüsten Sex-Plakaten eröffnet
In Wien hängen überall Sex-Plakate, die für die EU werben - von der Republik Österreich und dem Kanzleramt gefördert. Damit hat eine bemerkenswerte Kampagne der Kulturinitiative "euroPART" ihren Höhepunkt erreicht.
Die so genannte Kunstaktion gehört zu dem Projekt "25 Peaces", das mit einer Million Euro an Steuergeldern gefördert wird. Seit Dienstag werden die 400 beleuchteten Plakate (Rolling Boards) montiert. Werbeeffekt garantiert.
Fünf Tage vor Beginn der Ratspräsidentschaft leistet sich Österreich damit eine grobe Entgleisung: Zu sehen sind drei nackte Menschen mit den Masken des französischen Staatschefs, der Queen und von US-Präsident Bush als Pornodarsteller. Oder auch eine Frau mit EU-Slip und blankem Busen, der zwischen die gespreizten Beine fotografiert wurde. Auf die Erklärung, die Bundeskanzler Schüssel Jacques Chirac bei dessen Wien-Besuch liefert, darf man gespannt sein.
Bis 30. Jänner sollen die Motive das Stadtbild von Wien zieren, wie auf der Homepage des Projekts steht.
Eine Sprecherin des Bundeskanzlers erklärte zu den pornographischen Darstellungen: "Das ist eine in künstlerischer Freiheit gestaltete Geschichte. Dem entsprechend wurde darauf auch kein Einfluss genommen. Ob der Bundeskanzler die Plakate gesehen hat, konnte die Sprecherin nicht mit Sicherheit beantworten.
Die künstlerische Erklärung der Initiatoren: "Thematisch fokussiert das Projekt auf die jüngsten Veränderungen in Europa sowie auf die daraus resultierenden Konstruktionen von Raum. Mit Blick auf die kontinuierliche Veränderung des EU-staatlichen Territeriums beschäftigen sich die bei diesem Projekt gezeigten Positionen also mit einer Erweiterung des Raumbegriffs."
Recht fantasievolle Positionen...
Geschrieben von Spider am 29.12.2005 um 14:23:
Kanzler Schüssel will EU-Porno-Plakate stoppen
Was für die einen Kunst ist, bedeutet für andere eine teuer vom Bundeskanzleramt gesponserte Porno-Kampagne: Die pikanten EU-Plakate will Kanzler Schüssel jetzt möglichst so stoppen, dass sie mit dem Beginn der Präsidentschaft am Sonntag aus Wiens Stadtbild verschwunden sind. Schüssel kann jedoch -wie jetzt bekannt geworden - nur Anstöße dazu geben, da die Plakate ein unabhängiges Projekt sind und nicht etwa zum Mehrteil aus öffentlicher Hand finanziert wurden. Der für die Aktion Verantwortliche kündigte an, lediglich eines der Plakate abzuhängen - welches, das sagte er aber nicht...
Zu dem Skandal, der anlässlich des Auftaktes der österreichischen Rats-Präsidentschaft europaweit "Beachtung" findet, ließ Kanzler Wolfgang Schüssel die "Krone" wissen, dass er zu keinem Zeitpunkt über den Inhalt der Kampagne informiert gewesen sei. Mit Kunst, so der Regierungschef, habe das für ihn nichts zu tun - die Grenzen des guten Geschmackes und des Zumutbaren seien bei weitem überschritten worden.
"Über Schiele hat sich keiner aufgeregt!"
Georg Springer, Verantwortlicher für das Projekt "25Peaces", konnte den Wirbel allerdings nicht so ganz verstehen. Es freut mich nicht sehr, dass es diese Aufregung gibt." Er verstehe sie allerdings auch nicht, weil "25Peaces" nicht provozieren sollten, erklärte er in der ZiB 3 des ORF. Den Vorwurf der Pornografie wies Springer zurück. Als Beispiel führte er auch an, dass delikate Plakate mit Werken Egon Schieles die Städte "zuplakatiert" hätten. Derartige Aufregung wie jetzt sei aber damals nicht entstanden: "Niemand würde Egon Schiele als Pornografen bezeichnen."
Es handle sich außerdem um lediglich drei Sujets von insgesamt von 150 Kunstwerken, die einem der 25 Projekte aus "25 Peaces" entstammen. So gesehen, könne man mit dem Prozentsatz der für Aufregung sorgenden Stücke leben, meinte Springer: "Andere Kuratoren würden sich fragen, was sie falsch gemacht haben. Man sollte allerdings nicht nur von Vielfalt reden, sondern zeigen dürfen, dass es diese Vielfalt auch gibt."
Eines kommt weg
Eines der Plakate wird aber auf jeden Fall bis Sonntag entfernt. Allerdings aus qualitativen Gründen! Welches das sein soll, hat Springer dem ORF nicht verraten. Er fügte aber hinzu, dass die Zahl der aufgehängten Plakate aufgrund eines Mangels an Rolling Boards bis Mitte Jänner ohnehin von insgesamt 400 auf die Hälfte heruntergeschraubt werden müsse.
Kampagne sollte mit einer Million Euro gefördert werden
Was die millionenschwere Finanzierung bzw. das Sponsoring der Porno-Kampagne aus Steuergeldern betrifft (das Bundeskanzleramt ist zuständig), so hält der Kanzler fest, dass es kein Geld geben werde. Aus dem Kanzleramt heißt es dazu, man werde diesen höchst geschmacklosen Teil der Kampagne aus der Gesamtförderung herausnehmen. Offen ist die Frage, ob schon Geld geflossen ist und zurückgefordert werden muss, oder ob es zur Streichung offener Fördergelder kommt. Was den Betrag betrifft, ist von einer Million Euro die Rede.
Gabi Burgstaller: "Widerlich und sexistisch"
Die Porno-Plakate zum EU-Präsidentschaftsauftakt Österreichs löste landesweit Empörung aus: Salzburgs Landeshauptfrau Burgstaller bezeichnete die Aktion als "widerlich und sexistisch - so werde man die EU dem Bürger nicht näher bringen". Ähnlich SP-Bundesgeschäftsführer Darabos, der von einer "zweifelhaften Kampagne" sprach mittels der "ausländische Staatsoberhäupter von Österreich als EU-Gastgeber desavouiert werden". Scharfe Kritik übte Darabos, dass für diese EU-Porno-Plakat-Kampagne vom Kanzleramt eine Million Euro aus Steuergeldern bereitgestellt werden sollten bzw. nicht klar ist, ob sie schon überwiesen wurden.
Prammer: "Herabwürdigend!"
Alarm schlug auch die zweite Nationalratspräsidentin Prammer (SPÖ), die scharfe Kritik übte, wie hier "Frauen in sexistischer, herabwürdigender Weise öffentlich zur Schau gestellt werden". Zu Wort meldete sich auch der Katholische-Familienverbandsvorsitzender Kucera: "Wir reden für die Kinder, wir reden für die Eltern - diese Plakatposen sind zuviel, weil es sich um niveaulose Herabwürdigung von Menschen handelt."
Strache ortet "Gruppensex-Phantasien"
Für FPÖ-Obmann Strache "zeigen die Plakate einmal mehr das Sittenbild dieser österreichischen schwarz-orangenen Bundesregierung." Er ortete "Gruppensex-Phantasien", sein Salzburger Parteikollege Schnell forderte die Entlassung der Verantwortlichen.
Geschrieben von Benno am 29.12.2005 um 20:57:

Nau seavas....
Is des ernst gemeint oder will sich da jemand selbst verarschen???
Hob zwoa grundsätzlich nix gegen nackte Frauen - aber als Werbeplakat für
die EU-Präsidentschaft ???????
HIRNVERBRANNT !!!!!
Geschrieben von Ypsilon am 30.12.2005 um 11:23:
Na des wird ja immer schoener! Muss ich mich jetzt schon schaemen, anstatt stolz zu verkuenden, dass ich Oesterreicherin und keine Deutsche bin!?!?!!?
Bin echt schockiert!
Geschrieben von Spider am 30.12.2005 um 13:01:
Seh das auch so.Die dürften wohl auf Drogen gewesen sein!Den sinn dieser Plakate versteht scheinbar eh keiner.Mich wunderts nur, daß ich noch keine Reaktion aus dem Ausland gehört hab.
Geschrieben von Benno am 31.12.2005 um 14:00:
tja... jetzt sind´s weg die plakate....
Kein Wunder, dass die Ami´s dauernd auf uns schaun...
Versteh sowieso nicht, wie es möglich ist, solche Bilder in der Öffentlichkeit zu präsentieren...
Gibt´s da kein Gesetz (Jugendschutz oder so....) - tja...
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Schauma mal - nächstes Jahr wird sicher alles besser, und man kann wieder stolz auf Österreich sein (hoffentlich....)
Geschrieben von Betty am 31.12.2005 um 16:41:
Finde es auch lächerlich das mit den Plakaten! Möchte wissen was sich die dabei gedacht haben...?!?!?
Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH