Geschrieben von Spider am 09.05.2005 um 16:31:
"Sodom und Gomorrha": VCÖ fordert Verbot!
41 Verkehrsunfälle, 3.790 Strafmandate, 36 Führerscheinentnahmen, Staus auf der Tauern- und Südautobahn, das ist die Bilanz des Party-Wochenendes am Wörthersee. Zwar verlief das GTI-Treffen am Wörthersee selbst überraschend gesittet, doch jene, die für Reifnitz, das GTI-Mekka, keine Einfahrtsgenehmigung erhalten, feierten hemmungslos und ausgelassen ihre Partys vor Reifnitz und den anderen Wörthersee-Orten. Der VCÖ fordert jetzt sogar ein Verbot des jährlichen Treffens.
„Die Bilanz des diesjährigen GTI-Treffens kann nur eine Konsequenz haben: Das 24. GTI-Treffen war das letzte“, tritt VCÖ-Experte DI Martin Blum für ein Verbot zukünftiger GTI-Treffen am Wörthersee ein. Der VCÖ weist darauf hin, dass die Zahl der Strafmandate seit dem Jahr 2003 kontinuierlich steigt. Wurden im Jahr 2003 insgesamt 2.763 Strafmandate und im Vorjahr 3.229 ausgestellt, waren es heuer bereits 3.790.
Von den Ausschreitungen distanzieren sich sogar die Erfinder des GTI-Spektakels und prangern das Sauf- und GoGo-Gelage am Wörthersee an. "Früher gab's Rätselrallys, Diskussionen und g'scheite Autopräsentationen - heute nur noch nasse T-Shirt-Bewerbe", kritisieren die ehemaligen GTI-Väter vom Golf-Club Reifnitz. "Den Gästen wird einfach nichts mehr geboten."
Verbot wollen sie frelich keines, sehr wohl aber eine Aufwertung. Da 2006 das 25-Jahr-Jubiläum ansteht, hoffen die Kärntner GTI-Fans auf einen Neubeginn mit mehr Qualität.
Terror im "Golf-Mekka"
Rund 30.000 GTI-Fans brachten von Mittwoch bis Sonntag den See zum Beben. Es war ein relativ ruhiges Treffen mit vielen "Ausrutschern". So wurden in Keutschach ein Toilettenhäuschen und ein Müllcontainer angezündet, es kam zu Prügelorgien (ein Unbekannter verletzte sechs Leute mit Pfefferspray), Alkolenker wurden erwischt (ein 17-jähriger Probeführerscheinbesitzer hatte 1,48 Promille) und Fans erbeuteten auch wieder Gendarmerie-Kennzeichen. Die Strafstatistik führt ein Deutscher an: Er hatte zwar "nur" 0,8 Promille, kam aber insgesamt auf 17 Anzeigen.
In Reifnitz selbst ging es ruhig zu
In Reifnitz selbst sei es aber sehr gesittet zugegangen. Mitorganisator Kurt Werner hielt gegenüber der „Kärntner Krone“ fest: „Es gab heuer keine Ausschreitungen in Reifnitz, was außerhalb passiert, dafür können wir nichts.“
In Reifnitz selbst ist die Teilnehmerzahl streng limitiert, nur mit Einfahrtserlaubnis darf man rein. Die Ausgesperrten machen sich also in den übrigen Wörthersee-Orten breit. Zeltstädte und Parkplätze werden meist illegal errichtet, überall wird ausgelassen und hemmungslos gefeiert.
Die Gendarmerie bestätigt: „Die GTI-Fans machen von Jahr zu Jahr weniger Probleme.“ Ein Beamter: „Das kühle Wetter hat heuer die Hitzköpfe abgekühlt.“ Doch trotz des schlechten Wetters bestimmen literweise Alkohol und lautstarke Musik, aufpolierte Karren und qualmende Reifen bis Sonntag die Stimmung am Wörthersee.
Freizügige Schönheiten am See
Abseits des Interesses an den PS-starken Boliden scheint es aber nur ein Motto zu geben: „Feiern, bis der Arzt kommt!“ Beim GTI-Treffen ist es üblich, dass der Alkohol schon am Nachmittag fließt. Bis die allerletzten Hemmungen gefallen sind eben und sich so manche GTI-Schönheit freizügig zeigt. „Das ist GTI-Kult und die beste Party des Jahres. Das Treffen am Wörthersee ist immer eine Reise wert“, jubelte die 25-jährige Susi aus dem Norden Deutschlands und trank ihre Bierflasche leer.
237 Gendarmen im Einsatz
Insgesamt 237 Gendarmen und Polizisten – 69 Beamte wurden aus der Steiermark „importiert“ - sorgten während des GTI-Treffens für Ordnung und Sicherheit, dazu kamen noch 140 Mitarbeiter von privaten Sicherheitsdiensten.
Geschrieben von Spider am 15.05.2007 um 20:24:
Erster Verletzter noch vor Beginn des GTI-Treffens
Das 26. GTI-Treffen im Kärntner Reifnitz beginnt offiziell zwar erst am Mittwoch, den ersten Verletzten gab es aber schon am Montagabend: Ein Schweizer ließ bei einem Blitzstart die Reifen ordentlich durchdrehen, verlor die Kontrolle über seinen getunten Boliden und fuhr einen Steirer nieder, der mit Verletzungen unbestimmten Grades ins UKH Klagenfurt gebracht wurde.
Beim GTI-Treffen in Reifnitz (offizieller Name der Veranstaltung: "AutoNews Wörthersee 2007") scheint es wieder einmal so richtig zur Sache zu gehen. Ein 25-jähriger Schweizer hat zwei Tage vor dem offiziellen Startschuss einen 27-Jährigen Steirer gerammt, nachdem er bei einer "Gib Gummi"-Einlage zuvor gegen eine Steinmauer fuhr.
Schweizer war betrunken
20 weitere Personen hatten mehr Glück als der Steirer: Sie retteten sich durch Sprünge zur Seite. Ein Alkoholtest brachte ans Tageslicht, dass der rasante Eidgenosse 0,82 Promille Alkohol im Blut hatte. Er ist seinen Führerschein los.
Auch heuer werden bei dem PS-Spektakel wieder rund 250.000 Besucher und pro Tag etwa 5.000 Autos erwartet. Jahr für Jahr gibt es mehrere Verletzte (auch durch Alkoholvergiftungen). Während die Anrainer wenig Freude mit dem wilden Fest haben, jubelt die Gastronomie über Rekordumsätze.
Die Polizei hat angekündigt, so wie in den Jahren zuvor knallhart gegen Verkehrssünder vorzugehen. Der Großteil der Besucher verhält sich aber ohnehin ruhig und bestaunt am schönen Wörthersee die teuren Autos. Das GTI-Fest ist mittlerweile zur größten Veranstaltung Kärntens geworden. Es wird am Mittwoch eröffnet und endet am Sonntag.